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Malteser Stiftung

Stiftungslexikon

Beirat


Rechtsfähige wie auch treuhänderische Stiftungen können neben dem Vorstand über einen Beirat verfügen. Dieser fungiert in der Regel als beratendes oder repräsentatives Gremium. Der Beirat wird aus öffentlichkeitswirksamen Gründen häufig mit namhaften Personen besetzt – siehe auch Stiftungsvorstand.

Freistellungsbescheid


Gemeinnützige Körperschaften sind von der Gewerbe- und Körperschaftsteuer befreit. Das Finanzamt für Körperschaften am Sitz der rechtsfähigen Stiftung bzw. des Treuhänders ist für die Anerkennung der Gemeinnützigkeit zuständig. Es erstellt bei Stiftungsgründung den Freistellungsbescheid, anfangs eine vorläufige Bescheinigung. Das Finanzamt überprüft die Stiftung auch in der Folgezeit und erstellt dann jeweils einen aktuellen Freistellungsbescheid. Nur als gemeinnützig anerkannte Organisationen dürfen Zuwendungsbestätigungen (siehe dort) ausstellen.

Grundstockvermögen

 
Das Grundstockvermögen wird auch als Stiftungsvermögen bezeichnet, dessen Erträge zur Erfüllung des Stiftungszwecks verwendet werden. Das Grundstockvermögen einer Stiftung setzt sich aus dem Gründungskapital und ggf. Zustiftungen zusammen.

Körperschaft

 
Eine Körperschaft ist eine juristische Person, die aus einzelnen natürlichen oder juristischen Personen besteht. Körperschaften sind mitgliedschaftlich organisiert, bestehen aber unabhängig vom Wechsel ihrer konkreten Mitglieder. Es gibt Körperschaften des privaten Rechts (z. B. Aktiengesellschaften oder Vereine) und Körperschaften des öffentlichen Rechts (z.B. Universitäten oder Gemeinden). Letztere nehmen öffentliche Aufgaben wahr, besitzen abgeleitete Hoheitsgewalt und unterliegen der Aufsicht des Staates. Der Status der Körperschaft als juristische Person unterscheidet sie von der Personengesellschaft, ihre Zusammensetzung aus Einzelpersonen von der Stiftung oder Anstalt.

Rechtsfähige Stiftung

 
Eine rechtsfähige Stiftung – auch rechtlich selbstständige Stiftung genannt – wird durch ein Stiftungsgeschäft errichtet. Sie erlangt ihre Rechtsfähigkeit durch behördliche Genehmigung und ist dann eine eigene Rechtsperson, die Trägerin einer karitativen Einrichtung sein und Verträge abschließen kann.

Selbstständige Stiftung

 
Rechtlich selbstständige Stiftung
siehe rechtsfähige Stiftung

Sondervermögen

 
Das Stiftungsvermögen einer Treuhandstiftung wird beim Treuhänder als Sondervermögen geführt, d.h. es ist rechtlich vom Vermögen des Treuhänders getrennt.

Spende

 
Leistung (meist in Form einer Geldspende), die für religiöse, wissenschaftliche, gemeinnützige, mildtätige und kulturelle Zwecke erbracht wird. Spenden können auch als Sachspenden oder Naturalleistungen erbracht werden. Charakteristisch für Spenden ist ihre zeitnahe Verwendung.

Spendenquittung

 
siehe Zuwendungsbestätigung

Stiftungsaufsicht

 
Die Stiftungsaufsicht ist für die behördliche Genehmigung einer rechtsfähigen Stiftung und deren laufende Kontrolle zuständig. Es gibt keine zentrale Bundesstiftungsaufsicht. Zuständig ist daher die Stiftungsaufsicht des Bundeslandes, in dem die Stiftung ihren Sitz hat.

Stiftungssatzung

 
Die Stiftungssatzung hält den Willen des Stifters fest – unabhängig von der Rechtsform. In der Satzung werden unter anderem Stiftungsname, Stiftungszweck, Stiftungsorgane und Vermögensanfall geregelt.

Stiftungsvorstand

 
Laut Gesetzgeber muss eine rechtsfähige Stiftung einen Vorstand haben. Der Vorstand besteht aus einer oder mehreren natürlichen Personen, die vom Stifter oder den in der Satzung dazu berufenen Personen ernannt werden. Er vertritt die rechtsfähige Stiftung in allen Rechtsgeschäften und ist das Entscheidungsorgan der rechtsfähigen Stiftung.

Der Vorstand handelt im Rahmen von Stiftungszweck und Satzung für die Stiftung in eigener Verantwortung. Der Stiftungsvorstand wird manchmal auch als Kuratorium, in seltenen Fällen auch als Beirat bezeichnet.

Bei der treuhänderischen Stiftung obliegt die Durchführung des Stiftungszwecks grundsätzlich dem Treuhänder, der sie auch in allen Rechtsgeschäften vertritt. Eine Treuhandstiftung muss im Gegensatz zur rechtsfähigen Stiftung keinen Vorstand haben. Der Stifter kann aber, ebenso wie in der rechtsfähigen Stiftung, einen Vorstand berufen, der je nach Satzung mit unterschiedlichen Rechten ausgestattet sein kann. Der Vorstand kann über die Vergabe von Stiftungserträgen entscheiden, den Treuhänder kontrollieren, ein Vetorecht gegenüber dem Treuhänder besitzen oder repräsentative Funktionen haben.

Treuhandvertrag

 
Der Treuhandvertrag wird bei Gründung einer Treuhandstiftung zwischen dem Stifter und dem Treuhänder abgeschlossen. Er regelt die Übertragung des Gründungskapitals an den Treuhänder und dessen Verpflichtung, das Vermögen gemäß der beigefügten Stiftungssatzung zu verwalten.

Treuhänder

 
Der Treuhänder verwaltet das Vermögen der treuhänderischen Stiftung und vertritt sie in allen Rechtsgeschäften. Treuhänder kann jede natürliche oder juristische Person sein, z.B. eine rechtsfähige Stiftung, ein eingetragener Verein oder eine GmbH.

Treuhänderische Stiftung

 
Die treuhänderische Stiftung ist unter vielen Begriffen bekannt: fiduziarische Stiftung, rechtlich unselbstständige Stiftung oder kurz Treuhandstiftung. Bei dieser Rechtsform handelt es sich um ein Sondervermögen, das ein Stifter einem Treuhänder auf Grund eines Treuhandvertrages zur Verwirklichung eines oder mehrerer Stiftungszwecke überträgt.

Unselbstständige Stiftung

 
Rechtlich nicht selbstständige Stiftung
siehe treuhänderische Stiftung

Vermögensanfall

 
Für den Fall der Stiftungsauflösung, z.B. durch den Beschluss eines dazu berechtigten Stiftungsorgans, muss festgelegt sein, wer Empfänger der Stiftungsgelder sein soll. Der Empfänger muss eine gemeinnützige Körperschaft sein, die das Vermögen der Stiftung unmittelbar und ausschließlich für die in ihrer Satzung festgelegten Zwecke verwenden darf.

Zustiftung

 
Die Erhöhung des Grundstockvermögens einer Stiftung wird Zustiftung genannt und kann zu Lebzeiten oder testamentarisch erfolgen. Sie kann in der Übertragung von Barvermögen, Wertpapieren, Immobilien oder anderen Wertgegenständen bestehen.

Zuwendung

 
Unter Zuwendung versteht man eine freiwillige und unentgeltliche Leistung als Spende oder Zustiftung zugunsten einer gemeinnützigen Organisation. Die Zuwendung kann aus Barvermögen, Wertpapieren, Immobilien oder anderen Wertgegenständen bestehen.

Zuwendungsbestätigung

 
Eine Zuwendungsbestätigung – umgangssprachlich auch Spendenquittung genannt – bestätigt den Empfang einer Zuwendung, also einer Zustiftung oder Spende. Sie kann nur von einer als gemeinnützig anerkannten Organisation ausgestellt werden. Eine Zuwendungsbestätigung kann vom Zuwender beim Finanzamt bei der jährlichen Einkommensteuererklärung zur Minderung seiner Steuerlast vorgelegt werden.

Weitere Informationen

Werden Sie Stifter

„Für welche From der Unterstützung Sie sich auch immer entscheiden, feststeht: Sie tun Gutes und helfen das Leid anderer Menschen nachhaltig zu lindern. Denn nur die Stiftungserträge – bestehend aus Zinsen, Spenden, Mietseinnahmen – werden für Menschen in Not verwendet. Das Stiftungsvermögen bleibt erhalten. So können wir Hilfsprojekte langfristig absichern.“

Dr. Erich Prinz von Lobkowicz,
Vorsitzender des Stiftungsrates Malteser Stiftung

Spendenkonto: Malteser Stiftung  |  Bank für Sozialwirtschaft  |  IBAN: DE71700205000008869107  |  BIC / S.W.I.F.T: BFSWDE33MUE